Karma für Anfänger – oder wie die eigene Lebensenergie erhöhen?

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Denkanstoß: Karma für Anfänger – oder wie die eigene Lebensenergie erhöhen?

von Jürgen Weist

Was verhilft mir denn zu mehr Lebendigkeit, Lebensfreude, Schaffenskraft usw.? Es gibt dazu sicher unendlich viel Literatur und genauso viel Hinweise. Vielleicht als prinzipielle Ergänzung: Sie kennen sicher den Satz: Was du nicht willst, das man dir tu´, das füg auch niemanden anderem zu – oder so ähnlich. Meine heutige Version ist da vielleicht ungewöhnlich. Sie lautet: Was du im Tun oder Denken in Bezug auf andere tust, tust Du immer (erst) Dir selbst an.

In einem Buch über indische Mystik heißt es dazu poetisch: Verringere die Reinheit deines Herzens und deines Geistes nicht durch schlechte Gefühle oder Verhaltensweisen. Kurioserweise sind diese Merksätze meist in der negativen „Nicht-Form" verfasst worden, fällt Ihnen das auch auf?

Vielleicht als abstrakte Leitlinie (und eben nicht Leidlinie): Wenn Sie, so gut es eben geht, darauf, achten, dass Ihr Denken, Ihre Worte und Ihr Handeln innen und außen stärkend und verbindend wirken, werden Sie merken, dass mehr und mehr Lebendigkeit in Ihnen erwacht. Das wäre jedenfalls meine These – erprobt durch eigene Praxis.

Manche werden jetzt sagen, dass dies ja fast unmenschlich schwer ist, oder? Keine Ahnung, vielleicht macht es ja einfach Sinn, anzufangen und eigene Erfahrungen damit zu sammeln. Statt zu sagen, das ist mir zu sauer, könnte ich beginnen, mir mehr Süße zu wünschen. Ich könnte mich auch aufraffen und Zucker holen. Ich könnte, statt mein Gegenüber abzuwerten, mich fragen, was macht diese Person gut oder was braucht es, damit sich das von mir Gewünschte einstellt? Ich könnte aufhören, in gewissen Situationen Druck zu machen und mich neugierig zu fragen, was entsteht im Lassen?

Kann ich ausdrücken, was ich meine ...?
Der betreffende Unterschied ist nur ein kleiner, aber in der Wirkung enorm. Und natürlich ist es viel einfacher, sich gehen zu lassen, und Schwächendes und Trennendes in die Welt zu bringen (Filmausschnitt "L.A. Crash"). Für das von mir Vorgeschlagene braucht es Menschen, die innehalten können, die präsent sind und ein Gefühl dafür entwickeln, was Sie tun bzw. bewirken. Vielleicht ist ja mein Text eine Einladung zum Ausprobieren. Ich wünsche Ihnen dabei viel interessante Erfahrungen und vor allen Dingen achten Sie mal darauf, wie sich dass auf Ihre Lebendigkeit, Schaffenskraft usw. auswirkt.

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