Relativ kommt von Relation …

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Denkanstoß: Relativ kommt von Relation ...

von Jürgen Weist

Vor kurzem saß ich als Beifahrer im Auto und während die Landschaft so an mir vorbeiflog, kam mir ein ganz ungewöhnlicher Gedanke: Alles, wirklich alles ist relativ ...jeder Atemzug, der kommt und geht, jeder Tag, der beginnt und endet, der Frühling, der bald wieder kommt und in den Sommer übergeht...

Jedes Leben fängt irgendwann an und endet irgendwann, ja sogar die Welt, in der lebe, wird irgendwann vergehen (so jedenfalls unsere Wissenschaftler) ... jede Form, die entsteht, vergeht irgendwann.

Und dieser Übergang (der auch noch andauernd um mich herum stattfindet) ist wesentlicher Teil des Lebens. Und ... erst auf dem Hintergrund, in Beziehung zu (linearer) Zeit entsteht die Einmaligkeit, die Einzigartigkeit jeden Momentes, jeden Atemzuges usw. Man könnte nihilistisch meinen, dass, wenn sowieso alles wieder vergeht, dass dann ja alles egal wäre. Ich meine: Weit gefehlt ... denn ... selbst wenn ich meinen Alltagkram durch die Brille dieser Beziehung betrachte, dann ahne ich ein wenig vom existentiellen Wert meines Lebens. Und ich bekomme auch eine Ahnung von dem, was da im Hintergrund von so viel Relativen absolut sein könnte.
Anders gesagt: Es braucht menschliches Bewusstsein, das sich bezieht, um die Dinge in ihrem Kommen und Gehen und darüber hinaus wirklich zu machen ... auch Ihnen ein gutes Unterwegssein.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Haben Sie einen Impuls, ein Feedback oder sogar einen persönliche Anmerkung zu diesem Denkanstoß? Schreiben Sie uns einfach eine Nachricht. Danke.

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