Wie entwickele ich räumliches Bewusstsein?

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Denkanstoß: Wie entwickele ich räumliches Bewusstsein?

von Jürgen Weist

Vielleicht ist es einfacher, als Sie denken ... mein Zitat: „Es ist einfach, aber nicht leicht" passt auch hier. Der Zugang zum Thema ist überaus einfach, aber Dranzubleiben scheint überaus schwierig. Wenn es am Anfang ungewöhnlich ist und nicht auf Anhieb funktioniert ...erinnern Sie sich: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen...

Also im Folgenden meine Tipps zum Entwickeln eines räumliche Bewusstseins:

1. Spüren Sie immer mal wieder innere Räume. Beginnen Sie mit einfachen Sachen, wie der Mundhöhle, den Achselhöhlen, wechseln Sie dann zum 3D-Erleben von Räumen wie dem Kopf, Brust und Bauchraum usw. Manchmal hilft es am Anfang, wenn Sie mit einfachen Wahrnehmungspositionen beginnen, wie: vorn an der Brust und dann langsam wechseln hin zu hinten am Rücken.

2. Nehmen Sie wahr, welche Körperzonen usw. außerhalb Ihres bewussten Körperschemas liegen. Gerade Bereiche, die bevorzugt verspannt sind (z.B. Schultern, Nacken, unterer Rücken usw.) sind extrem gute Übungsfelder. Ich habe gerade beim Tangotanzen bemerkt, dass die hintere Hälfte meiner rechten Schulter außerhalb meines normalen Körpergefühls liegt.

3. Wechseln Sie zu äußeren Räumen: Durchwandern Sie bewusst Räume und erleben Sie, wie es sich an unterschiedlichen Positionen unterschiedlich anfühlt. Lernen Sie z.B., sich stärkende Plätze zu suchen! Nehmen Sie wahr, wie unterschiedliche Räume sich anfühlen können. Gehen Sie durch ein Haus und nehmen Sie unterschiedliche Räume wahr. Beschreiben Sie innerlich Ihre Wahrnehmungen. Gehen Sie beispielsweise in fünf Restaurants und beschreiben Sie die gespürte Resonanz. Sie merken schon, Sie schulen damit gleichzeitig Ihr Einfühlungsvermögen.

4. Spielen Sie weiter mit dem Thema Psychogeografie: Nehmen Sie in Sprache und Denken wahr, wie räumliche Aspekte abgebildet werden. Beispiele: Das Thema liegt hinter mir, vor ihnen liegt eine goldene Zukunft, da wurde sie gelinkt, da steht er drauf ...usw.
Profi-Tipp: Klären Sie für sich, wo Ihre Themen/ Ressourcen räumlich beheimatet sind. Bei mir liegt z.B. die Intuition links oben, manche Ressourcen liegen auch innerhalb des Körpers (und heißen dann somatische Marker). Wo immer Sie Ihr Raumgefühl tiefen können, nehmen Sie die Gelegenheiten wahr: Beim Musikhören, Filme in 3D schauen und was Ihnen sonst noch ein(ge)fällt.

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