Integer bleiben ist (manchmal) gar nicht so einfach …

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Denkanstoß: Integer bleiben ist (manchmal) gar nicht so einfach …

nach Jürgen Weist

Integer sein, das ist nicht schwer, bleiben dagegen sehr … Was meine ich damit?

Als Beispiel: Ich mache eine Zusage, aber später verändern sich die Umstände so, dass ich diese Zusage nur schwer oder nicht einhalten kann. Dann kann ich ja nicht wahrhaftig bleiben, oder doch? Ich vertrete die Arbeitsthese, dass ich in solchen Fällen meine Zusage so in Form bringe, dass sie wahrhaftig ist. Im Beispiel würde dies dann ungefähr so lauten: „Ich kann meine Zusage für XYZ so leider nicht einhalten. Bei mir hat sich die Bedingung 123 geändert. Ich weiß, die Auswirkungen für Dich sind unangenehm und das tut mir zutiefst leid. Ich wäre viel lieber in der versprochenen Weise für Dich da … usw.

Zentraler Wirkfaktor dabei: Es sind keine Sprüche, sondern Sie sagen tatsächlich, was Sie fühlen bzw. können auch gefühlt ausdrücken, dass Sie es tatsächlich so meinen. Wahrhaftigkeit ist Wahrhaftigkeit. Ich meine, es geht darum, so nah als möglich an der (gemeinsamen) Wirklichkeit zu bleiben. Gemeint ist dies als relative Aufforderung, nicht als absoluter Zwang. Und … ich weiß nicht wie Sie es erfahren, eine veränderte Zusage oder eine Absage ist dann besonders kraftvoll, wenn das die Ausnahme bleibt.

Vielleicht noch ein kleiner Aspekt am Rande: All´ das bisher Erwähnte kann natürlich auch dazu führen, dass wir unser Wort oder unsere Zusagen nicht (mehr) leichtfertig geben. Oder Entsprechendes von anderen erwarten. Sondern viel feiner prüfen, möchte ich „das“ wirklich und wenn nicht, dann fordert unsere Integrität uns auf, das in eine angemessene Ausdrucksform (s.o.) zu bringen.

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