Emotionale Tiefe

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Denkanstoß: Emotionale Tiefe

nach Jürgen Weist

Was könnte das sein? Andere Worte dafür sind: Berührbarkeit, Anteilnahme, Bewegtheit, Mitgefühl, beteiligt sein können …Emotionale Tiefe ist quasi der 3D-Raum unseres Gefühlslebens.

Als Baby oder Kleinkind sind wir noch unerhört empfindungsfähig; sind mehr Fühl – als Denkwesen. Als Heranwachsende lernen wir dann mehr und mehr Unterschiede und verlieren dann oft zunehmend oder besser abnehmend unser Gefühl für die Dinge. Das hat Vor-und Nachteile … Wir leiden nicht mehr so viel, aber wir erleiden ein Verlust an Leben, weil Fühlen dem Leben viel näher ist als Denken. Fühlen hat (fast) immer etwas Unmittelbares, nimmt wahr, was jetzt gerade ist. Denken ist meist ein „Über etwas nachdenken“ … ist ein eher distanzierter (abstrakter) Vorgang. Nichts gegen das Denken … wenn es nicht gerade den Verlust der emotionalen Tiefe bedeutet. Und auch wenn es auch provokant klingt, es gibt (unserer Meinung nach) kein von emotionalen Prozessen losgelöstes Denken. Das wäre ein wenig wie das Gießen mit einer Kanne, die vorher nicht mit Wasser gefüllt wurde …

Und für Profis: Wir meinen das Einfühlungsvermögen z.B. im Verlauf einer Situation erst ermöglicht, diejenigen Informationen wahrzunehmen, die die sogenannten inhärenten Lösungen eines Phänomens deutlich (und damit verfügbar) werden lässt.

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