Wie substanziell ist Identität?

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Denkanstoß: Wie substanziell ist Identität?

nach Jürgen Weist

Die gestellte Frage bezieht sich u.a. darauf, wie „fest“, wie veränderlich, ja beweglich ist das, was wir mit dem abstrakten Begriff Identität versuchen zu beschreiben. Versuchen Sie einmal eine oder Ihre Identität in eine Schubkarre zu packen … oder zu wiegen😉.

Aspekte wie Identität erhalten (nach unserer Meinung) ihre scheinbare Festigkeit durch ständige Wiederholung. Wie eine Fahne, die man ständig hochzieht und so meint, sie sei immer oben. Oder wie ein Computerprogramm, das sich selbst immer wieder neu überschreibt und so andauert.
Der Lebensphilosoph Henri Bergson meinte sogar, dass es keine zwei Momente gäbe, in denen ein Mensch absolut gleich sei, da jede Erfahrung die Summe der Erfahrungen (und wenn nur um eine winzige Nuance) verändert. Und damit ändert sich auch der Erfahrende.
Aber jenseits filigraner Kopfakrobatik der Anstoß zu folgender Über(aus)legung: Was wäre oder wie wäre es für Sie, wenn Identität ein formbares, bewegliches oder gestaltbares Etwas wäre? Was würde das ermöglichen? Was wären die Vor- und Nachteile? Und … ganz ohne Identität wäre es sicher schwierig, und mit einer Unveränderbaren, die kein Update mehr zulässt, ebenso. Was wäre für Sie die im Moment optimale Konsistenz oder Viskosität?

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