Warum überhaupt über eine Lebenspraxis bewusst nachdenken?

info

Im Blickpunkt: Warum überhaupt über eine Lebenspraxis bewusst nachdenken?

von Jürgen Weist

Ich weiß auch nicht mehr genau, wann ich warum auf dieses Thema kam …
Aber vielleicht hat es damit zu tun, sein Leben, die Lebenszeit als etwas zutiefst Kostbares und Besonderes zu betrachten und sich klar zu machen, wie man sie ver(sch)wendet.

Klar gibt es Abläufe, die jeden von uns Zeit kosten. Da ist der Beruf, die Familie und dieses Netz von Sachen, die auch (vielleicht sogar immer und immer wieder) noch erledigt werden müssen. Lassen Sie uns über den selbstbestimmten Rest sprechen, wo Sie die Dinge tun, die Ihnen – von innen heraus - etwas bedeuten.

lebenspraxisSchon fängt das Thema an, interessant zu werden … wieviel Zeit haben Sie für sich? Wenn keine oder wenig, dann schauen Sie da umso genauer hin! Wofür investieren Sie Ihre Energie und Zeit? Passiv, aktiv? Entspricht das, was Sie tun, dem, was Ihnen wichtig ist? Zumindest annähernd … tendenziell?
Vielleicht ist die Idee, überhaupt über eine Lebenspraxis nachzusinnen, sowas wie ein Anfang, eben nicht ganz im Hamsterrad der alltäglichen Funktionen verloren zu gehen. Vielen Menschen passiert genau das, irgendwann wachen sie dann auf und dann … wissen sie eigentlich gar nicht mehr so genau, was sie wirklich möchten.

Deshalb fragen so viele Persönlichkeitstipps nach Sachen wie: Was ist Ihnen wichtig? Was sind Ihre Werte? Für wen oder was möchten Sie da sein? Was möchten Sie bewirken? Für sich oder andere? Oft geht es um Fragen, die letztlich doch den Fragenden meinen. Was berührt, bewegt Sie? Was löst Leben in Ihnen aus? Was fasziniert, inspiriert Sie? Was immer Menschen anspricht, ist so wunderbar individuell. Was immer dies auch bei Ihnen sein mag, folgen sie ihm, wenigstens ein Stück weit. Ihre Lebendigkeit, ja Ihre Gesundheit (physisch und auch psychisch) werden es Ihnen danken.

Setzen Sie jeden Lebensschritt so bewusst wie möglich, so wird daraus vielleicht ein Weg entstehen, an dessen Ende Sie vielleicht sagen können: Genau so! … War es für mich richtig. Dann könnten Dankbarkeit und Lebensfreude Ihre Begleiter sein. Nicht nur für das Ende, nein, auch für das Unterwegs …

Langer Rede, kurzer Sinn: Dieser kleine Newsletter ist eine diskrete Aufforderung. Mal genau hinzuschauen … sich bewusst zu machen, was mache ich eigentlich? Welche Strukturen, Wiederholungen und Abläufe prägen mein Dasein? Welche Lebenspraxis habe ich?
Und final vielleicht: Was soll bleiben und was könnte ich ggf. verändern? Es beginnt mit der Lust und der Bereitschaft, bewusst hinzusehen. Allein das macht was…
Niemand, der nicht losfährt, wird irgendwo ankommen …

Herzlichst
Ihr
Jürgen Weist

PS: Eine kleine, witzige und zugleich bedeutsame Begebenheit: Vor Kurzem traf ich auf den Zenmeister Alexander Poraj. Er fragte mich nicht, wie es mir geht, nicht welches Problem ich habe. Seine einzige Frage war: Wie steht es mit Deiner Praxis? Interessant, oder?