Es liegt im Auge des Betrachters

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Im Blickpunkt: Es liegt im Auge des Betrachters

von Jürgen Weist

Es ist ein wenig wie „konstruktives Schielen“ oder ein mehrschichtiges Hinsehen. Jeder von uns wird manchmal mit belastenden Umständen, stressigen Bedingungen und dem Verhalten anderer Menschen beglückt und kann (erst einmal) nur wenig daran ändern.

Häuft sich das (wie bei manchen zurzeit), dann verschwindet die Lebensfreude, der freie Fluss von Energie (Erfüllung) und wir erleben das Leben als anstrengend usw. Das ist durchaus menschlich und ziemlich normal.

Dann aber beginnt sich die Spreu vom Weizen zu trennen. Manchmal ist es einfach so, wie es ist. Auf dieser Ebene sind wir unfrei. Die Dinge und andere sind wie sie sind. Punkt. Wenn Sie dagegen angehen, überschreiten Sie psychologisch eine Art „rote Linie“. Denn ja, auch Sie sind ja, wie Sie im Moment sind, oder? Warum sollte das für andere und Umstände usw. nicht gelten?
Also als Schritt 1: Akzeptiere es (erst einmal), wie es ist! Das entspannt und hält das Bewusstsein möglichst weit …

Aber … und jetzt kommt Schritt 2: Egal, ob Sie selbstwirksam Einfluss nehmen können oder nicht… worin Sie immer absolut frei sind (und absolut meint absolut), ist, freudewie Sie sich auf etwas oder jemanden beziehen bzw. welchen Umgang Sie damit finden. Über unsere Muster hinaus sind wir ja bewusste Wesen und damit frei darin, welche Bedeutung wir „Etwas“ geben oder welche Beziehung oder Einstellung wir zu etwas oder jemanden einnehmen.

Stresst Sie was, dann halten Sie inne, sammeln Sie sich und finden Sie die für sich bestmögliche Ausrichtung auf jemanden oder etwas. Manchmal ist das leichter, mal schwerer, je nach dem Grad persönlicher Betroffenheit und manchmal braucht es nach meinen Erfahrungen einfach Zeit dafür.

Und natürlich hat auch dieses Konzept seine Grenzen. Aber so viele sind es gar nicht. Vielleicht Situationen, in denen es besonders schnell gehen muss oder Situationen, die uns im Kern erschüttern. Aber … übt man dieses Vorgehen unter leichteren Bedingungen oder zu Schönwetterzeiten, so kann man daraus eine stärkende Haltung entwickeln, die einen auch in schwierigen Zeiten trägt. Schon frühe Philosophen wie Aristoteles, die Stoiker u.a. haben sich so auf gelingendes Leben ausgerichtet. Auf der letztgenannten Ebene haben wir (immer) eine Wahl … machen Sie sich dies immer wieder mal bewusst! Das ist wirklich hilfreich …

Herzlichst
Ihr
Jürgen Weist

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