Wieviel Seele (Spiritualität) passt in den Alltag? – Artikel

Sehnsucht …oder der Ruf dessen, was leben will

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Denkanstoß: Sehnsucht ...oder der Ruf dessen, was leben will

nach Jürgen Weist

Wie im heutigen Blickpunkt-Video erwähnt, ist oft in den tieferen Schichten einer Abwertung ein Bedürfnis (Sehnsucht) und damit immer auch Potenzial verborgen, welches entfaltet werden könnte. Das, was dann oft zwischen Abwertung einerseits und Potenzialentfaltung andererseits entscheidet, ist die Frage: Welchen Umgang mit Sehnsüchten habe ich gelernt?

Lebendigkeit ist gelebter Sinn

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Im Blickpunkt: Lebendigkeit ist gelebter Sinn

von Jürgen Weist

Die Idee zu diesem Beitrag ist entstanden, als ich an einem ziemlich grauen Februar morgens aufwachte und mir die Frage stellte: Warum soll ich eigentlich aufstehen, ist doch sowieso immer das Gleiche ...? Nicht nur der Morgen war grau, meine Gestimmtheit hatte eine ganz ähnliche Farbe. Daraus entstand die Frage: Was macht das Leben bunt? Bringt Farbe ins Spiel? Wie entsteht freud- und lustvolle Lebendigkeit?

Relativ kommt von Relation …

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Denkanstoß: Relativ kommt von Relation ...

von Jürgen Weist

Vor kurzem saß ich als Beifahrer im Auto und während die Landschaft so an mir vorbeiflog, kam mir ein ganz ungewöhnlicher Gedanke: Alles, wirklich alles ist relativ ...jeder Atemzug, der kommt und geht, jeder Tag, der beginnt und endet, der Frühling, der bald wieder kommt und in den Sommer übergeht...

Unnormale Lebendigkeit oder normale Depression?

 

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Im Blickpunkt: Unnormale Lebendigkeit oder normale Depression?
(Oder: Die Wirkung einer Großstadt auf´s Gemüt)

von Jürgen Weist

Vor einigen Wochen war ich zusammen mit meiner Partnerin in einer süddeutschen Großstadt unterwegs. Wie immer, wenn ich auf Reisen bin, achte ich auf Menschen in ihrer Umgebung.
Das Großstadtbild, das wir erlebten, war geprägt durch ein hohes Maß an Geschäftigkeit. Worte wie Ungeduld, Tempo, Zielstrebigkeit, Eile, verbissen und angestrengt sein, kamen mir in den Sinn. Stress lag in der Luft. Die psychologisch Erfahrenen unter Ihnen werden vielleicht sagen: „ Ja, lieber Herr Weist, das war Ihre Projektion auf die Einwohner dieser Stadt." „Ja, stimmt", würde ich dann antworten, aber das ist eben auch nicht die ganze Wahrheit... man kann eben nur erkennen, was man bereits kennt. Oder?

Sinnfragen des Lebens

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Denkanstoß: Sinnfragen des Lebens

von Jürgen Weist

Ich lese gerade viel aus dem Leben des legendären amerikanischen Trappistenmönches Thomas Merton. Ziemlich faszinierend ... jedenfalls für mich. Die Taschenbuchempfehlung im letzten Newsletter betraf einen kleinen Sammelband seiner Texte. Aus diesem Werk „Ein Tor zum Himmel ist überall", S. 121) stammt auch der Impuls zum heutigen Denkanstoß...
Als Einsiedler versuchte Merton u.a. Antworten auf zentrale Fragen des menschlichen Lebens zu formulieren.

Macht Leben Sinn? Oder: Welchen Sinn macht eigentlich Sinn?

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Im Blickpunkt: Macht Leben Sinn? Oder: Welchen Sinn macht eigentlich Sinn?

von Jürgen Weist

Geht es Ihnen nicht auch so? Wenn Sie etwas tun, das für Sie persönlich zutiefst Sinn macht, dann fühlen sich Menschen in aller Regel gut. Oder einfacher formuliert: Sinnvolles Tun oder Handeln fühlt sich gut an ...
Wenn das halbwegs richtig ist, dann müsste es ebenso „stimmen", dass sinnloses Tun und Unsinniges uns eher weniger freudvolles Erleben beschert. Passt das so oder ähnlich für Sie? Oder wie erleben Sie das?

Beachtung - ein Grundbedürfnis der Seele?

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Denkanstoß: Beachtung - ein Grundbedürfnis der Seele?

von Jürgen Weist

Als soziale Wesen haben wir Menschen ein Grundbedürfnis nach Beachtung. Das ist etwas anderes als Anerkennung. Während Anerkennung sich mehr oder weniger auf eine Funktion, ein Tun („gut gemacht“ usw.) bezieht, ist Beachtung etwas, das mehr auf unser Sein zielt. Wir wollen gesehen werden, gemeint sein …das Gefühl haben, es geht um uns.
Die Praxis zeigt: Vielen Menschen ist nicht einmal bewusst, dass sie dieses tiefe Bedürfnis haben.

Defizitorientierung vs. Potenzialentfaltung

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Im Blickpunkt: Coaching im Spannungsbogen Defizitorientierung versus evolutionäre Potenzialentfaltung

von Jürgen Weist

Um was geht es heute genau bei dem etwas hochgestochenen Titel? Es geht für das Conzendo-Team um eine Kern- oder Grundfrage des eigenen Selbstverständnisses – und letztlich auch um das tragende Weltmodell des Integralen Coachings schlechthin. Sozusagen um die Haltung dahinter … Aber was ist damit gemeint?

Wenn Menschen ins Coaching kommen, meinen sie oft, etwas sei mit ihnen nicht in Ordnung und angelehnt an therapeutischen Erfahrungen meinen sie sogar, sie selbst seien nicht okay, ja vielleicht sogar falsch. „Ich bin doch nicht bescheuert“ und manch anderes fällt als Begriff.

Seele

Was ist die Seele? Viele von uns kennen das Wort und können das, was das Wort benennt, nicht immer fühlen, nicht in ihre Alltagserfahrungen einbetten. Und immer wenn es um Seele geht, scheint es nur wenig „gegenständlich” - griffig zu sein ...

Da wo Form ist, ist auch Seele, so der Autor Fernando Pessoa. Die Japaner sprechen von der Seele als dem Herz der Dinge. So verstanden könnte die Seele u.a. eine Art Matrix, eine Art mehrdimensionale Blaupause unseres persönlichen Lebens sein. Die Beschreibung aller Potenzen unserer Existenz. Im Sinne davon: Was ist/ wäre möglich (gewesen) ... das gilt für Menschen, Gruppen, Firmen - letztlich alles, was Form aufweist. Alle Dinge haben ihre Seele (das können Sie z.B. in der Natur spüren).