Angst weicht wirklicher Begeisterung…

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Denkanstoß: Angst weicht wirklicher Begeisterung...

von Jürgen Weist

Man kann - ein wenig vereinfacht - unsere Psyche, unseren Geist als eine Art Gefäß betrachten, in der Objekte auftauchen, deutlich werden, Form gewinnen usw. Diese Betrachtungsweise wird auch in einigen Traditionen/ Schulen als Bewusstseinsfeld bezeichnet. Von dieser These ausgehend, ist es völliger Quatsch und meistens kontraproduktiv, seine Ängste loswerden zu wollen, keine Angst mehr haben zu wollen usw. 

Ich glaube: Sie gehören zum Menschsein einfach dazu.
Weiter zur Idee: Andererseits könnte dann eine bedeutsame Frage sein, was füllt den Bewusstseinsraum so aus, dass Ängste keinen oder nur noch wenig Raum nehmen können? Eine Sache, die da wirksam und hilfreich ist, ist Begeisterung. Sich für etwas (einen Menschen/ eine Sache usw.) wirklich tief und ehrlich begeistern. Wann waren Sie denn, als Sie mal wirklich verliebt waren, von etwas völlig inspiriert, zugleich ängstlich? Auf jeden Fall, so würde ich vermuten, war, wenn die Begeisterung ausreichend kraftvoll war, der verbleibende Raum für Angst nur noch relativ klein, nicht wahr?

Für Ihre Praxis-Erfahrungen: Sie können das „so" verwenden oder sich einer selbstgewählten Qualität widmen, die nach Ihren Lebenserfahrungen einen ähnlichen Effekt erzeugt. Andere Menschen, andere Erfahrungen ... so kann es gut sein, dass Sie mit Achtsamkeit, Präsenz, Momenten von Selbstvergessenheit, tiefer Neugierde und Interesse durchaus vergleichbare Erfahrungen gemacht haben.

Als Wiederholung noch einmal die Kernaussage: Ist der Bewusstseinsraum entsprechend gefüllt, so bleibt für Angst nur noch der ihr angemessene Raum ...

Sie haben einen Impuls, ein Feedback oder sogar einen persönliche Erfahrung zu diesem Denkanstoß? Schreiben Sie uns einfach eine Nachricht. Danke.

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