Aufforderungscharakter

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Denkanstoß: Aufforderungscharakter

nach Jürgen Weist

Konstruktiv gesehen ist es meist so, dass uns Ängstlichkeit zu etwas auffordert, ja eine Art Appellcharakter hat. Der ist nicht immer gleich (kognitiv) im Verhältnis 1:1 erkennbar.

Meist erleben wir Ängstlichkeit zunächst (je nach Ausprägung) als unangenehmes Gefühl. Es braucht diese „Übersetzungsbemühung“ von der ich im heutigen Blickpunkt sprach.

Hat man z.B. Prüfungsängste … kann es sein, dass man sich einfach noch nicht umfassend genug vorbereitet, gelernt oder geübt hat. Sich ungenügend vorzubereiten und dann von Prüfungsangst zu sprechen, da machen es sich manche Menschen zu einfach. Ist man optimal vorbereitet usw., wird es neben einer natürlichen Aufregung vielleicht sogar Freude machen, zu zeigen, was man kann. Vertrauen ist eine Kompetenzerwartung … es braucht die Anzahl von Wiederholungen, bis es im Gefühl ankommt.
Von Ausnahmen einmal abgesehen, lässt sich dies auf viele Lernvorgänge übertragen, oder?

Wenn Sie also ängstlich werden, dann fragen Sie sich:

1. Wozu fordert mich meine Angst (inhaltlich/ in der Form oder prozessual) auf? Was müsste ich ändern?
2. Was bräuchte es, damit sich mein Angsterleben verringert – runter bis zur angemessenen Aufregung?
3. Gibt es ein konkretes Tun (oder Lassen), das mir in Kontakt zu meiner Ängstlichkeit in den Sinn kommt? Usw.

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