Wir können uns nicht nicht beziehen.

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Denkanstoß: Wir können uns nicht nicht beziehen

nach Jürgen Weist

Der Existentialist Albert Camus sprach davon, dass die Entzweiung zwischen dem Menschen und seinem Leben, zwischen Handelndem und seinem Rahmen, das ist, was das Gefühl des Absurden hervorrufen würde. Anders gesagt, ist Trennung die Voraussetzung für Beziehung.

Jeden Tag stellen wir Menschen unzählige Beziehungen her. Wir geben Dingen eine Bedeutung, bewerten Verhalten, erkennen etwas als ???… Finden etwas gut, schlecht, wertvoll, schön usw. Manches davon ist Routine, Gewohnheit, manches ungewohnt neu. Ohne die Fähigkeit, Beziehungen herzustellen, wären wir gewissermaßen verloren. Die meisten Menschen erleben sich dabei als ein „Ich“, das sich auf Aspekte, andere und situative Rahmenbedingungen bezieht. Wir können gar nicht anders oder wir können uns nicht nicht beziehen. Nur Autisten fällt diese emotionale Bewertung nicht so leicht …

Der Sprung, zu dem wir gern anregen möchten, ist dieses Spiel bewusster zu spielen!
Die meisten Leute bewegt nur ihre Leidenschaft. Ihr Leiden! Die Liebe zu sich selbst als Leidenschaft ist nur selten (am Anfang) ein Beweggrund. Gerade heute Morgen ging mir ein Gedanke durch den Sinn: Warum auf das nächste Problem oder Leid warten? Ich kann viel besser eine neue Haltung, neue Muster oder Art und Weisen in halbwegs guten Zeiten entwickeln … Und seine Beziehungs- und Interaktionsfähigkeiten mit uns zu erweitern und zu vertiefen lohnt sich ja wirklich allemal.
Der Grund dafür? Vielleicht, weil Sie es sich wert sind! Und weil Sie, wenn Sie meinem Gedanken folgen, vielleicht bejahen, dass Sie sich nicht nicht beziehen können …

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