Projektionen zurücknehmen – ein hartes Brot?

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Denkanstoß: Projektionen zurücknehmen – ein hartes Brot?

nach Jürgen Weist

Eine Möglichkeit mit Projektionen konstruktiv umzugehen, ist die sogenannte Projektionsrücknahme. Das bedeutet vereinfacht, das, was ich nach außen sortiert habe, hole ich wieder heim nach Hause. Ich erkenne und anerkenne, der jeweilige Aspekt gehört zu mir. Dazu ist hilfreich, das Konzept der Objekt-Subjekt-Trennung auf dem Zettel zu haben.

Dieses Konzept beschreibt, dass die meisten Menschen sich als Subjekt erleben und die Dinge und andere Menschen da draußen als Objekte. Es trennt innen von außen. Und es ist eine Sicht- oder Erlebensweise. Man könnte … innen und außen auch als (Rückkopplungs)Schleife erleben. Was mich außen stört und anzieht, ist nur ein Echo innerer Resonanz usw.

Erkenne ich dies, so kann es Sinn machen, verschiedene Stufen oder Grade der projektiven Veräußerung zu unterscheiden. Projektion ersten Grades wären „Du bist …“-Beschreibungen. Reicht die Projektion auf´s Du nicht, so geht es in den zweiten Grad, die sogenannten „Es“- Beschreibungen. Projektionen zweiten Grades wären: „Da draußen im Leben ist es …“. Möchte ich Projektionen zurücknehmen, so erfolgt Rücknahme dann vom Es zum Du zum Ich. Beispiel: Ich erlebe die Umwelt als aggressiv (Es) …dann dich als aggressiv (Du), um dann letztlich die Aggression in mir anzuerkennen. Das wäre dann eine halbwegs gelungene Projektionsrücknahme …

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