Die zwei Dimensionen des Ichs

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Im Blickpunkt: Die zwei Dimensionen des Ichs

von Jürgen Weist (nach Kenjiro Yoshigasaki)

Viele Themen im Leben von Menschen entstehen u.a. dadurch, weil sie die zwei Grunddimensionen ihres personalen Ich-Bewusstseins noch nicht ganz klar differenziert haben und sich dann in den Auswirkungen verstricken. Was meine ich damit?

In der westlichen und auch östlichen Philosophie gibt es die Idee, dass das Universum sich ständig bewegt und verändert. Das trifft aber nur auf das materielle Universum zu. Feste Körper bewegen sich nach Naturgesetzen (klassische Physik) in Raum und Zeit.

Neben den materiellen Aspekten enthält unsere Welt aber auch geistige Aspekte. Wie steht es um Glück, Schönheit und z.B. Hass? Diese Aspekte bewegen und verändern sich nicht als Körper und nehmen im Raum auch keinen Platz ein (Quantenphysik). Sie tauchen als Bewusstseinshalte auf und verschwinden wieder.
(Zum Vergrößern bitte auf Grafik klicken)
dimensionen ichBeispiel: Sie sitzen allein in der Natur. Vielleicht genießen Sie eine Aussicht oder beobachten Tiere. Schönheit und Harmonie stellen (sich als Gefühl erlebt) ein. Plötzlich erscheint ein Gruppe Ausflügler und dreht die mitgebrachte Musik laut auf. Schönheit und Harmonie? Von einer auf die andere Sekunde weg ...und Frust taucht auf!

Also die These in der Zusammenfassung:
Im Leben sind die geistigen Elemente genauso wichtig wie die körperlich materiellen. Die geistigen Elemente kommen und gehen, während sich die materielle Welt stets im Fluss und Veränderung befindet. Geist und Körper folgen unterschiedlichen Prinzipien, sind aber beides integrale Bestandteile dessen, was wir unser „Ich“-Bewusstsein nennen. (s. Bild).

Ich freue mich schon jetzt auf Ihre Meinungen und ergänzenden Hinweise und ggf. auch Widersprüche. Schreiben mir einfach eine Mail. Wenn es mir möglich ist, antworte ich auf Ihre Nachricht.

Ihr
Jürgen Weist