Was ist Zukunftsfähigkeit eigentlich?

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Im Blickpunkt: Was ist Zukunftsfähigkeit eigentlich?

von Jürgen Weist

Einfach formuliert, vielleicht die Zuversicht, egal, was kommt – ich kann damit umgehen …
Anders formuliert, vielleicht die Art von Anpassungsfähigkeit, die zurück aus der Zukunft mich schon heute in der Gegenwart auf- und herausfordert.

Wir leben in Zeiten sich beschleunigender Entwicklungen, Arbeitswelten, Gesellschaften, Kultur, alles bewegt sich zunehmend in rasanten Geschwindigkeiten. Was gestern noch eherne Gültigkeit hatte, wird heute massiv infrage gestellt und manchmal deutet sich das Morgen noch nicht einmal deutlich ab. Das verunsichert, erschwert Orientierung und macht manchmal (abhängig vom Grad der Betroffenheit) sogar Angst.
zukunfstfaehigSchlagworte wie Digitalisierung, Industrie 4.0, Klimawandel usw. werfen aus der Zukunft ihre Schatten voraus. Ansprüche wie Flexibilität, Agilität und Veränderungsbereitschaft kollidieren dabei mit persönlichen Bedürfnissen, wie Stabilität, liebgewonnenen Gewohnheiten und dem Wunsch nach einem überschaubaren Alltag. Also, was könnte helfen, damit man für all das persönlich gut aufgestellt ist?

Sich der eigenen Straßen im Kopf bewusst werden
Was so viel bedeutet wie, sich der eigenen eingefahrenen Muster usw. bewusst zu werden, nach den wir handeln und urteilen. Gleichzeitig könnte es Sinn machen, diese Muster permanent auf Gültigkeit und „Frischedatum“ (passt das überhaupt noch) zu prüfen.

Über den Tellerrand und weiter schauen
Sich ungewohnte Fragen stellen, sich neue Handlungsmöglichkeiten vergegenwärtigen. Gewohnte Denkrahmen überschreiten, Neues einfach mal ausprobieren. Durchlässig bleiben …

Den (evolutionären) Zufall zulassen
In der Systemik Selbstorganisation genannt. Erkennen, wann öffnen sich unerwartet „Türen und Fenster“. Timing üben...den günstigen Moment erkennen zu nutzen.

Ungeliebte Herdplatten anpacken
Den eigenen Widerstand gegen Neues und Veränderung kennenlernen und damit umgehen lernen. Die Freude und den Mut am Lernen (wieder) entdecken oder neu entfachen …

Akzeptieren: Nichts ist für immer …

Lernen sich von Gedanken, Gewohnheiten und liebgewonnen Konzepten (respektvoll) zu verabschieden. Loslassen können und dabei gleichzeitig realistisch mit den eigenen Grenzen umgehen.

Diese kleine Aufzählung von Faktoren ist selbstverständlich nicht komplett, aber dennoch ausgesprochen hilfreich.
Natürlich nur insoweit, als dass sie von Ihnen mit Leben gefüllt werden. Gutes Probieren …

Herzlichst
Ihr
Jürgen Weist