Was ist das Gegenteil von Liebe?

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Im Blickpunkt: Was ist das Gegenteil von Liebe?

von Jürgen Weist

In einem der letzten Aikidotrainings merkte unser Trainer Matthias an, dass es beim Aikido (in einem tieferen Verständnis) auch um Liebe ginge. Nicht (nur) um die aus Arztromanen oder Rosamunde-Pilcher-Filmen, sondern so ganz handfest um Faktoren wie: Beweglichkeit, Zugewandtheit, Kontakt usw. Und …er fügte an, für ihn sei das Gegenteil von Liebe nicht Hass, sondern Angst. Interessant, oder?

Wenn man diesen Faden weiterspinnt, dann könnte man fast meinen, dass Aspekte wie Antriebslosigkeit, Zurückgezogenheit, übermäßige Passivität und Verweigerung, ganz gleich in welchem Umfang oder welcher Situation (z.B. auf der Matte), durchaus einen hohen Verwandtschaftsgrad zur Angst haben. Sie merken vielleicht, wie vorsichtig ich formuliere. Und, mal ehrlich, letztlich ist es mir egal, ob es sich dabei um Verwandte ersten oder zweiten Grades handelt.

bewegung1Heute geht es ja um Bewegung. Als Potenzial, als Kompetenz und verfügbare Möglichkeit, Kraft usw.
Warum? Na ja, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass Menschen meist besser mit ihrem Alltag umgehen können, wenn sie offen, voller Lust und neugierig sind. Das gilt sowohl auf als auch jenseits der (Aikido)Matte. Also wie immer Sie „das“ persönlich nennen: Was sind Ihre Beschreibungen, wenn Sie zuversichtlich, energiegeladen sind und es einfach gut und rund läuft? Wenn Ihre Augen funkeln …. was zum Himmel fließt dann (anders)? Und was hat dies möglicherweise mit „Liebe“ und/ oder „Angst“ zu tun? Und das wiederum mit Handlungsmöglichkeiten?
Eine mehr als philosophische Frage …

Herzlichst
Ihr
Jürgen Weist