Persönliche Exzellenz – was könnte das sein?

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Im Blickpunkt: Persönliche Exzellenz – was könnte das sein?

von Jürgen Weist

In ihrem Alltag ringen Menschen ganz oft um Ergebnisse. Ringen um Anerkennung, Erfüllung und Sinn in ihrem Tun. Eine Art dabei, die Dinge zu betrachten, ist, sich zu fragen, inwieweit war mein Ergebnis gut, angemessen oder hilfreich? Diese Bewertung folgt meist den konventionellen äußeren Maßstäben der Gesellschaft und/ oder unserer Bezugssysteme (z.B. Lehrer, Familie, Arbeitsplatz).

Selbst wenn wir unsere Ergebnisse nur für uns persönlich betrachten, uns selbst fragen, war das nun ausreichend oder sogar gut, dann betrachten wir das Erreichte meist unter der Lupe dieser übernommenen Maßstäbe. Manchmal ist uns dies gar nicht so bewusst oder zumindest haben wir es nicht immer „auf dem Zettel“. Fragen Sie sich an dieser Stelle einmal: Was sind eigentlich meine Maßstäbe (an denen ich eigenes / fremdes Tun entlang prüfe) und woher und aus welcher Zeit stammen sie?

raiseIch kenne nur wenige Menschen, die für sich selbst eigene Kriterien, ganz individuelle Wertvorstellungen haben, an denen sie entlang z.B. auch ihr persönliches Handeln im „Was und Wie“ ausrichten. Das lernen wir nirgendwo oder anders besser gesagt: Daran ist (fast) niemand wirklich interessiert …

Ja, und dann sind wir plötzlich in Situationen und fragen uns: Soll ich etwas tun? Oder … was sollte ich tun? Kann ich das tun? Usw. Ein kurzer Sidestep: An dieser Stelle erlebe ich, dass viele Menschen nicht ihrem Gefühl oder Erleben trauen … weil … weil offensichtlich alle anderen das scheinbar anders erleben. Kennen Sie dieses Phänomen? Zurück zum roten Faden: In dem Versuch, richtig zu handeln, suchen viele Menschen nach (allgemein)gültigen Konzepten, Kriterien oder Orientierungen. Die schlechte Nachricht: Die scheint es nach meinen Erfahrungen so nicht zu geben. Doch wenn es so ist, was bleibt uns dann?

Mmmhh, seufz, ich weiß oder vermute meine Antwort wird Konzeptsuchende ziemlich frustrieren. Und Frust führt meist zu Ablehnung. Aber und … das würde doch irgendwie zum Thema passen, nicht wahr? Also langer Rede, kurzer Empfehlungssinn: Wenn Sie eine Situation betrachten, so könnten Sie sich fragen: Was braucht es oder was ist hier die Not? Und was wäre das notwendige (im Sinne des Wortes) Handeln? Und zwar nicht absolut, sondern eher relativ: Was ist das herausfordernd Beste, was (gerade) Sie in der aktuellen Situation tun oder beitragen können? Wenn Sie (im Bild gesprochen) quasi auf die Zehenspitzen Ihre Möglichkeiten gehen. Sie werden merken, wenn Sie Ihr Tun daran ausrichten, dann werden Sie öfter und länger eine tiefe Zufriedenheit erleben und empfinden.

Das ist, was wir unter persönlicher Exzellenz verstehen. Nicht mehr und nicht weniger …
Und …bitte glauben Sie mir kein Wort. Erforschen Sie selbst, ob Sie dies so, ähnlich oder ganz anders erleben. Und wenn Sie es nicht tun, dann fragen Sie sich einfach: Was könnte der Grund genau dafür sein …? Dazu mehr in heutigen Denkanstoß.

Herzlichst
Ihr
Jürgen Weist