Wie lernt man, sich emotional mehr einlassen zu können?

Vor kurzem begegnete ich einem Menschen, der meinte, nur wenn dieses und jenes so und so sichergestellt sei, dann wäre die Person bereit, sich mit mir zu treffen. Wie bewertet man so etwas, was spielt da möglicherweise eine Rolle? Egal wie man das Phänomen auch bezeichnet: bedingte Liebe, Kontrolle, sich nur wenig einlassen können, Angst usw.

Wie kann ich meinen inneren Frieden bewahren?

Ich mag das Wortbild der friedvollen Kriegerin oder des friedvollen Kriegers. Darunter verstehe ich Menschen, die angesichts von Herausforderungen einerseits außergewöhnlich lange die innere Gelassenheit bewahren können und so andererseits in kritischen Situationen außergewöhnlich ausgleichend wirken können.

Die integrative Wirkung des Spürens

Als Metapher zur Erläuterung: Stellen Sie sich einen Kreis (oder Raum) vor, in dem sich zwei Punkte (Positionen) befinden. Denken – je konkreter es ist, umso mehr – bezieht sich dann meist in seiner Unterscheidung auf einen der Punkte. Fühlen bezieht sich meist auf das Erleben des gesamten Raumes inclusive der Punkte.
Kommunikativ umgesetzt:

Welche zentrale Bedeutung hat das Fühlen?

Ich bin mir bewusst, dass in unserer Kultur, ja in unserem Land, dem Land der Dichter und Denker, das Denken eine gewisse Bedeutung hat. Ich habe schon viel über das Denken geschrieben und bin immer noch der Meinung, dass die menschliche Fähigkeit des reflektiven Unterscheidens eine grandiose Kompetenz ist, die unsere Spezies entwicklungstechnisch weit nach vorn gebracht hat. Aber ist das Denken wirklich der absolut überlegene Akt, für den er gehalten wird?

Mehr Wollen als Können

Was meine ich mit mehr Wollen als Können? Ich habe es mit der These, dass, wenn Menschen denken, sie könnten etwas (auch), dann würde das so reichen. Das ist ein wenig so, als würde es reichen nur die Oberfläche zu kopieren, ohne selbst das Gefühl zu haben.

Der Teufel zeigt sich meist im Detail

Ich beginne mit einer Geschichte, die wir in echt „so“ erlebt haben.,.. nach der Coachingwoche auf Mallorca, in einem preislich gehobenen Hotel. Wo fange ich an? Das Hotel lag als Finca landschaftlich schön in den Bergen, war als überaus angenehmer Ort eingerichtet. Und doch … irgendwas fühlte sich nicht rund an.

Wie fühlt man fehlendes Gefühl?

Lebt man inmitten von stressigen und reizenden Bedingungen, so reagiert unser Körper darauf oft mit Verspannungen oder Verhärtungen. Der Vorteil? Wir merken nicht mehr so viel …, denn in blockierten Körperbereichen schwindet das Empfinden. Das steigert kurzfristig sogar die Leistungsfähigkeit.

Wie komme ich gut durch´s Leben?

Die Eingangsfrage ist natürlich ein mehrfaches Paradoxon. Zum Beispiel, weil das Leben und das „Ich“ nicht wirklich getrennt sind…
Andererseits sind die meisten von uns mit dem Ich, das sie sind, hochgradig identifiziert. Was so viel heißt wie: Ich bin halt ich.

Die eigene Erfahrung nicht „verbiegen“ …

Ein kleines Denkexperiment: Stellen Sie sich vor, dass Sie mit einer Person oder einer Gruppe von Menschen zusammen sind, die ihnen ständig sagen, was Sie tun sollten: „Tu dies…nein, das bringt nichts …das solltest du anders machen… nur so ist es wirklich richtig …nein, so ist es falsch …mach das jetzt anders, nämlich so.“
Wie würden Sie sich fühlen?

Anpassung oder kann ich meinem Gefühl trauen?

Die Corona- Bedingungen …Menschen, die wir im Moment treffen, haben oft „die Nase voll“, sind mit ihrem Latein und ihrer Geduld langsam am Ende, schwanken oft zwischen Ärger, Ohnmacht und Wut. Keine Angst … wir sind eher Längs– als Querdenker, aber nach über einem Jahr und anfänglichem Vertrauen würden sich manche Menschen einen anderen Umgang mit der Situation wünschen. Vielleicht wahrhaftiger…