Wer fragt, den berührt die Zukunft…

Zum neuen Jahr: Sieben Fragen, die neue Horizonte öffnen …, die vielleicht unbequem sind, aber jede Menge Sinn schöpfen.
Fragen, die drängende Antworten vielleicht bewusst ins Leben bringen…

Was tut der Seele gut?

Wir möchten diesen Denkanstoß aus der Richtung der sogenannten Salutogenese („wie entsteht Gesundheit“) formulieren. Menschen scheinen dann besser mit etwas umgehen zu können, wenn psychologisch das Folgende gegeben ist:

Was ist Seele und warum sollte man sie stärken?

Die Seele ist für uns der persönliche Erfahrungsraum, in dem unseren sinnlichen Erfahrungen stattfinden. Charakteristisch für diesen Raum: Er kann sich vergrößern und verkleinern, ja die Seele kann sich sogar zurückziehen. Und wir würden sagen, Lebendigkeit und Seele liegen nahe beieinander. Bedingen einander…

Wie schöpfe ich Sinn?

Wie meinte Viktor Frankl so treffend: Sinn sei nicht etwas, das es losgelöst vom Menschen gäbe, sondern es ist etwas, das auf dem Hintergrund der jeweiligen Situation durch den Menschen geschöpft wird. Sinn vielleicht als etwas, das wir uns erschließen müssen oder dürfen, indem wir uns dafür öffnen.

Warum ist Sinnerleben für Menschen so bedeutsam?

Platt geantwortet: Weil ein Leben ohne Sinn keinen oder nur wenig Sinn macht. Fehlt uns der Sinn, so erleben wir das Leben als grau und eintönig, als wenig lebenswert. Sinn erhält uns gewissermaßen am oder im Leben.
Aber was ist Sinn eigentlich?

Wie lernt man, sich emotional mehr einlassen zu können?

Vor kurzem begegnete ich einem Menschen, der meinte, nur wenn dieses und jenes so und so sichergestellt sei, dann wäre die Person bereit, sich mit mir zu treffen. Wie bewertet man so etwas, was spielt da möglicherweise eine Rolle? Egal wie man das Phänomen auch bezeichnet: bedingte Liebe, Kontrolle, sich nur wenig einlassen können, Angst usw.

Wie kann ich meinen inneren Frieden bewahren?

Ich mag das Wortbild der friedvollen Kriegerin oder des friedvollen Kriegers. Darunter verstehe ich Menschen, die angesichts von Herausforderungen einerseits außergewöhnlich lange die innere Gelassenheit bewahren können und so andererseits in kritischen Situationen außergewöhnlich ausgleichend wirken können.

Die integrative Wirkung des Spürens

Als Metapher zur Erläuterung: Stellen Sie sich einen Kreis (oder Raum) vor, in dem sich zwei Punkte (Positionen) befinden. Denken – je konkreter es ist, umso mehr – bezieht sich dann meist in seiner Unterscheidung auf einen der Punkte. Fühlen bezieht sich meist auf das Erleben des gesamten Raumes inclusive der Punkte.
Kommunikativ umgesetzt:

Welche zentrale Bedeutung hat das Fühlen?

Ich bin mir bewusst, dass in unserer Kultur, ja in unserem Land, dem Land der Dichter und Denker, das Denken eine gewisse Bedeutung hat. Ich habe schon viel über das Denken geschrieben und bin immer noch der Meinung, dass die menschliche Fähigkeit des reflektiven Unterscheidens eine grandiose Kompetenz ist, die unsere Spezies entwicklungstechnisch weit nach vorn gebracht hat. Aber ist das Denken wirklich der absolut überlegene Akt, für den er gehalten wird?

Mehr Wollen als Können

Was meine ich mit mehr Wollen als Können? Ich habe es mit der These, dass, wenn Menschen denken, sie könnten etwas (auch), dann würde das so reichen. Das ist ein wenig so, als würde es reichen nur die Oberfläche zu kopieren, ohne selbst das Gefühl zu haben.