Wie lernt man, sich emotional mehr einlassen zu können?

Vor kurzem begegnete ich einem Menschen, der meinte, nur wenn dieses und jenes so und so sichergestellt sei, dann wäre die Person bereit, sich mit mir zu treffen. Wie bewertet man so etwas, was spielt da möglicherweise eine Rolle? Egal wie man das Phänomen auch bezeichnet: bedingte Liebe, Kontrolle, sich nur wenig einlassen können, Angst usw.

Die integrative Wirkung des Spürens

Als Metapher zur Erläuterung: Stellen Sie sich einen Kreis (oder Raum) vor, in dem sich zwei Punkte (Positionen) befinden. Denken – je konkreter es ist, umso mehr – bezieht sich dann meist in seiner Unterscheidung auf einen der Punkte. Fühlen bezieht sich meist auf das Erleben des gesamten Raumes inclusive der Punkte.
Kommunikativ umgesetzt:

Mehr Wollen als Können

Was meine ich mit mehr Wollen als Können? Ich habe es mit der These, dass, wenn Menschen denken, sie könnten etwas (auch), dann würde das so reichen. Das ist ein wenig so, als würde es reichen nur die Oberfläche zu kopieren, ohne selbst das Gefühl zu haben.

Wie fühlt man fehlendes Gefühl?

Lebt man inmitten von stressigen und reizenden Bedingungen, so reagiert unser Körper darauf oft mit Verspannungen oder Verhärtungen. Der Vorteil? Wir merken nicht mehr so viel …, denn in blockierten Körperbereichen schwindet das Empfinden. Das steigert kurzfristig sogar die Leistungsfähigkeit.

Die eigene Erfahrung nicht „verbiegen“ …

Ein kleines Denkexperiment: Stellen Sie sich vor, dass Sie mit einer Person oder einer Gruppe von Menschen zusammen sind, die ihnen ständig sagen, was Sie tun sollten: „Tu dies…nein, das bringt nichts …das solltest du anders machen… nur so ist es wirklich richtig …nein, so ist es falsch …mach das jetzt anders, nämlich so.“
Wie würden Sie sich fühlen?

Wie lerne ich „groß denken“?

Man lernt „groß denken“, indem man u.a. den Mythos, das Mindset oder die Leitidee ändert. Leicht gesagt, jedoch anspruchsvoll in der Übersetzung. Und doch kann man im Detail daran „werkeln“.

Am Anfang ist Beziehung

Ich bin mal wieder über die Ideen des Philosophen Martin Buber gestolpert. Ich finde seine Ideen so absolut grundlegend. Wenn Sie beispielsweise sagen: „Ich lese diesen Text“, dann entfaltet dieser Gedanke Beziehung. Das sind Sie als ein Ich und ein Etwas (es) … nämlich der Text.

Veränderung – das Spiel zwischen Stabilität und Instabilität

Wer kennt es nicht aus seinem Leben? Entwicklung kann man – vereinfacht – als einen Prozess beschreiben, bei dem andauernd etwas erreicht wird, um das Erreichte, kaum hat man es erreicht, schon wieder loslassen darf, um weiteres zu erreichen (Goethes: Stirb und werde oder in den Worten Rilkes: Was sich ins Bleiben verschließt, schon ist´s das Erstarrte).

Umgehen mit dem, was ist.

In Zeitungen (und Corona-Zeiten) nehmen die psychologischen Tipps zu …😉. Der Bedarf scheint zu steigen …
Oft sogar ganz fundiert. Da rät „Psychologe X“ dazu, einfach mehr zu akzeptieren, was ist oder die „Psychotherapeutin Y“ hat Tipps dazu, wie man weniger Widerstand gegen Veränderungen leistet. Das ist gut gemeint, hat aber (für mich) häufig „Brigitte-Niveau“ (nach der gleichnamigen Zeitschrift).