Die Grenzen des Machens

Also, damit kein unrichtiger Eindruck entsteht: Die heutigen Texte sind kein Plädoyer für Passivität oder Nichtstun. Ganz im Gegenteil. Sie beschreiben jedoch eine besondere Haltung, in der das hochaktive Element auf die Ebene der Wahrnehmung, also was wir für wahr nehmen, verlagert.

Was wirkt auf die Seele?

Wenn Seele ein eher fühlender Erfahrungsraum ist… dann kennen die meisten Menschen durchaus die Erfahrung, dass bestimmte Erfahrungen im Alltag diesen Raum eher weit machen und andere Erfahrungen wiederum eher eng machen und die Seele sich zurückziehen lässt. Und das wäre es eigentlich schon… ich meine, an wesentlicher Information. Alles, was man wissen muss, um einen guten Umgang damit zu finden.

Die kleine Heldenreise oder was Verweigerung uns kosten kann.

Die Heldenreise nimmt ihren Start jeweils in der gewohnten Alltagswelt. Im ganz gewöhnlichen Alltagsgeschehen. Die Welt ist in Ordnung, es gibt eine Art Balance oder Gleichgewicht. Es läuft (halbwegs) gut… die Heldin/ der Held hat mit den Anforderungen ihren Umgang gefunden. Dann ertönt der „Ruf“… meist in Form einer „Schieflage“.

Der Mythos… eine Art Betriebssystem für´s Dasein?

Zu einem „guten Leben“ gehört möglicherweise auch die Frage: Welchen Mythos wähle ich? Ein Mythos (das eigene Narrativ, die Selbst-Erzählung) muss per se nicht wahr sein, sondern (nur) wirksam funktionieren…
Also: Welche zentrale Vorannahme mache ich im Leben zu der meinen? Was ist mir überaus wichtig im Leben?
Erfolg, Liebe, Menschlichkeit?

Warum ist ausgerichtet bleiben so schwierig?

Ausgerichtet bleiben (auch „alignment“) bedeutet für mich so viel wie: Innerlich bewegt, bleibe ich äußerlich still und etwas oder jemandem zugewandt. Es gibt vielleicht – warum auch immer – die Tendenz, den Wunsch, ja sogar das Bestreben, ins Handeln zu kommen, aber gefühlt ist der Moment noch nicht reif.

Was tut der Seele gut?

Wir möchten diesen Denkanstoß aus der Richtung der sogenannten Salutogenese („wie entsteht Gesundheit“) formulieren. Menschen scheinen dann besser mit etwas umgehen zu können, wenn psychologisch das Folgende gegeben ist:

Wie schöpfe ich Sinn?

Wie meinte Viktor Frankl so treffend: Sinn sei nicht etwas, das es losgelöst vom Menschen gäbe, sondern es ist etwas, das auf dem Hintergrund der jeweiligen Situation durch den Menschen geschöpft wird. Sinn vielleicht als etwas, das wir uns erschließen müssen oder dürfen, indem wir uns dafür öffnen.

Wie lernt man, sich emotional mehr einlassen zu können?

Vor kurzem begegnete ich einem Menschen, der meinte, nur wenn dieses und jenes so und so sichergestellt sei, dann wäre die Person bereit, sich mit mir zu treffen. Wie bewertet man so etwas, was spielt da möglicherweise eine Rolle? Egal wie man das Phänomen auch bezeichnet: bedingte Liebe, Kontrolle, sich nur wenig einlassen können, Angst usw.

Die integrative Wirkung des Spürens

Als Metapher zur Erläuterung: Stellen Sie sich einen Kreis (oder Raum) vor, in dem sich zwei Punkte (Positionen) befinden. Denken – je konkreter es ist, umso mehr – bezieht sich dann meist in seiner Unterscheidung auf einen der Punkte. Fühlen bezieht sich meist auf das Erleben des gesamten Raumes inclusive der Punkte.
Kommunikativ umgesetzt:

Mehr Wollen als Können

Was meine ich mit mehr Wollen als Können? Ich habe es mit der These, dass, wenn Menschen denken, sie könnten etwas (auch), dann würde das so reichen. Das ist ein wenig so, als würde es reichen nur die Oberfläche zu kopieren, ohne selbst das Gefühl zu haben.