Warum Bewusstsein entwickeln?

Den Esel von rückwärts aufgezäumt – zweierlei Unstimmigkeiten?
Bestimmt habe ich schon mehrfach von einer Vorgehensweise berichtet, die ich vom Verfasser und Begründer der „Initiatischen Therapie“ Karlfried Graf Dürckheim übernommen habe. Im Hinblick auf Entwicklung empfiehlt er…

Das Selbst… eine merkwürdige Sache, oder?
Ich fange mal mit der guten Nachricht an: Wir alle kennen unser Selbst. Zumindest tendenziell. Wir kennen dieses Gefühl noch aus Kindertagen. Als wir uns noch mit allem verbunden fühlten. Dann passierte uns das Leben, wir wurden ein Ich und haben dieses tragende (Selbst)Gefühl mehr und mehr vergessen oder verlernt…

Krise, Krise an der Wand… wer hat die Lösung in der Hand?
Während ich diese Zeilen schreibe, naht mit interessanten Entwicklungen die neue Präsidentschaft in den USA, die VW-Belegschaft streikt flächendeckend, in Syrien brennt es, der Konflikt Russland – Ukraine spitzt sich zu, in Georgien streiken die Menschen und wir stolpern gerade auf eine vorgezogene Bundestagswahl zu. Reicht das?

Kurzausflug ins Land der Entfremdung
Menschen möchten verstehen… unter anderem auch, um Erfahrungen gewissermaßen einordnen zu können. Ein vielleicht hilfreiches Konzept, um aktuelle Entwicklungen sachgerecht(er) einbetten zu können, ist der das psychologische Konzept der Entfremdung.

Respekt ist eine reziproke Angelegenheit.
Reziprok bedeutet so viel wie: wechselseitig, gegenseitig [erfolgend], aufeinander bezüglich. Mit anderen Worten: Was man sät, das erntet man oder auf´s Thema angewandt: Wer andere in der Tat respektiert, sie wertschätzt, wird selbst tendenziell eher respektiert und gewertschätzt. ABER:

Identität – eine fortlaufende Geschichte
Identität – von idem facere, bedeutet soviel wie, dem ich mich gleichmache. Schon hier wird deutlich, Identität ist eine Art gedanklicher Schöpfung. Etwas burschikos formuliert: Eine Geschichte, die sich selbst erzählt und so – fortlaufend erzählt – sich selbst aufrecht erhält.

Krieg und Frieden
Neunmalklug könnte man Frieden und Krieg als verschiedene Zustände eines Systems betrachten. Ein Verhältnis ist gewissermaßen unausgeglichen oder in eine Spannung geraten. Wenn man die Spannungsenergie nun für ein materielles Gegeneinander nutzt und es körperlich wird, dann sprechen wir relativ schnell von Gewalt.
Und die steigt zur Zeit…

Ein ungewohntes Zusammen(gedanken)spiel
Es geht noch einmal um das durchschnittliche Missverständnis, dass das Bewusstsein das Leben „führen“ würde… quasi das Bewusstsein als Geschäftsführer, der „die Zügel in der Hand hält“… plant und Entscheidungen trifft. Sozusagen der Kapitän auf dem Meer der Möglichkeiten. Das so zu betrachten, könnte ein (im Sinne des Wortes) fundmentaler Irrtum sein.